Urbane Brüche / lokale Interventionen 

Das Projekt untersucht, wie Qualitätsziele in der Praxis definiert werden und wie sich diese Ziele zwischen ihrer politischen Definition, ihrer Anwendung in der Planung sowie in ihrer Umsetzung in städtebaulichen Projekten verändern.


Hintergrund
Wer macht unsere Siedlungslandschaft? Für die Wissenschaft wie für die Politik ist diese Frage wichtig. Nicht einzelne Akteure wie die Politik, die Planung oder die Wirtschaft beeinflussen die Siedlungslandschaft Schweiz; es sind Verkehrsinfrastrukturen, Arbeits- und Bodenmärkte, neue Kommunikationsmittel und globale Logistikketten, welche die Raumentwicklung mehr denn je prägen. Die Siedlungslandschaft Schweiz lässt sich nicht weiter als Stadt versus Land denken, und Kriterien zur Beurteilung räumlicher Qualität müssen sich entsprechend weiterentwickeln.

Ziel
Das Projekt lernt aus der praktischen Umsetzung von Qualitätszielen in Planung und Städtebau. Es will besser verstehen, wie sich Qualitätsziele zwischen ihrer politischen Definition, ihrer Anwendung in der Planung und ihrer Umsetzung in städtebaulichen Projekten verändern. Methodisch fokussiert das Projekt auf urbane Brüche in der Folge grosser Infrastrukturprojekte. Wie werden Qualitätsziele angepasst, wenn sie grundsätzlich in Frage gestellt werden? Da urbane Brüche suburbane Gemeinden besonders betreffen, sind diese am meisten gefordert. Der Erfolg von Interventionen in hybride Landschaften ist nicht nur von der Flexibilität der Qualitätsziele abhängig, sondern auch von der Kapazität der involvierten Akteure, sich neu zu orientieren und ihre eigenen Orte mit anderen Orten zu vernetzen.

Bedeutung
Die Ergebnisse sind von Bedeutung für alle an der Raumentwicklung beteiligten Akteure. Ihre Orientierungsweisen werden untersucht und sichtbar gemacht. Die vorhandenen Instrumente zur Steuerung räumlicher Prozesse werden nicht auf ihre Zielsetzung hin überprüft, sondern darauf, was sie tatsächlich produzieren und wie sie verwendet werden. Auf der Basis dieser Erkenntnisse werden sie im Rahmen ihrer Anwendung modifiziert, so dass sie der Entstehung urbaner Qualität förderlich sind. Die Resultate dieses Projekts sind aber auch relevant für die Wissenschaften: Politikwissenschaften, Geographie und Soziologie werden im einem konstruktiven Dialog nicht nur mit Disziplinen wie Städtebau und Architektur verknüpft, sondern auch weiterentwickelt.


Originaltitel: Urbane Brüche / lokale Interventionen: Perspektiven einer suburbanen Planung

Betrag: CHF 603’629.-
Dauer: 36 Monate

Projektverantwortliche
- Prof. Joris Ernest Van Wezemael, Lehr- und Forschungseinheit Geographie, Universität Freiburg
- Prof. Dietmar Eberle, Departement Architektur, ETH Wohnforum – ETH CASE
- Prof. Daniel Kübler, Institut für Politikwissenschaften, Universität Zürich

Kontakt

Prof. Joris Ernest Van Wezemael
Lehr- und Forschungseinheit Geographie
Universität Freiburg
Chemin du Musée 4
CH-1700 Freiburg
Tel.: +41 26 300 92 55
E-Mail: joris.vanwezemael@unifr.ch
© SNF 2012 | Wildhainweg 3, Postfach 8232, 3001 Bern | Tel. +41 31 308 22 22 | Impressum | Seite drucken | Seite weiterempfehlen Link zur Website der Stiftung "Zugang für alle" SNFWEB07