Urbanes Wachstum – natürliche Ressourcen – besseres Leben? 

Mit dem Wachstum der Schweizer Städte und der Verknappung von Ressourcen drängt sich eine gezielte, transdisziplinäre Planung urbaner Qualitäten auf. Wie kann die Ressourcen schonende, vitale und lebenswerte Stadt entwickelt werden?


Hintergrund
Wertschöpfung und Werterhalt in der Stadt sollten bei gleichzeitiger Reduktion der Umweltbelastung für die Zukunft gesichert werden. Gleichzeitig sollen sich die Stätten der Naherholung, Arbeit, Bildung und Gesundheit in unmittelbarer Nähe des Wohnorts befinden. Die Gebäude sollen nicht nur energieeffizient sein, sondern sie müssen noch stärker als heute Lebensraumfunktionen innerhalb der Stadt für Mensch und Tier bieten.

Ziel
Das Projekt untersucht exemplarisch, wie in den nächsten 40 Jahren Schweizer Städte nachhaltig geplant werden sollten. Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten erforscht und miteinander in Einklang gebracht. Aufgrund architektonischer und städtebaulicher Szenarien verknüpft das Projekt Methoden aus fächerübergreifenden Forschungsfeldern. Mit Modellen der Fachplaner - zum Beispiel zu Verkehr, Immobilienmarkt, Wohlbefinden und Umwelt - wird die Leistungsfähigkeit der Szenarien im Limmattal bestimmt. Institutionen und Architektenteams werden mit Workshops in die Forschung einbezogen. Die entstehenden Lösungen werden iterativ verbessert und falls möglich verallgemeinert, so dass das gewonnene Wissen Strategien für die nachhaltige Planung von Schweizer Städten aufzeigen kann.

Bedeutung
Das Projekt soll die für die Stadtplanung notwendigen Kenntnisse über die verschiedenen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wechselwirkungen verbessern. Die Resultate liefern wichtige Grundlagen für die nachhaltige Stadtplanung: Die erarbeiteten Methoden werden Experten und Laien helfen, in gemeinsamen Workshops nachhaltige Strategien zu definieren. Des weitern sollen umwelt-, sozial- und wirtschaftsrelevante Gefahren in der Stadtplanung frühzeitig aufgezeigt und Antworten auf Fragen der intensiven Nachverdichtung von Schweizer Städten geboten werden. Gleichzeitig sollen die Antworten eine Verbesserung der urbanen Qualitäten garantieren.


Originaltitel: Nachhaltige Stadtentwicklungsmuster (SUPat)

Betrag: CHF 699’730.-
Dauer: 36 Monate


Projektverantwortliche
- Prof. Gerhard Schmitt, Professur für Informationsarchitektur, ETH Zürich
- Prof. Michel Bierlaire, Transport and Mobility Laboratory (TRANSP-OR), ETH Lausanne
- Dipl. Ing. ETH Franz Eberhard, Zürich
- Dipl. Ing. ETH Piet Eckert, e2a Eckert Eckert Architekten, Zürich
- Prof. Angelus Eisinger, Perimeter Stadt, Zürich, HafenCity Universität Hamburg
- Prof. Adrienne Grêt-Regamey, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung, ETH Zürich
- Prof. Mathias Müller, em2n, Mathias Müller Daniel Niggli Architekten AG, Zürich
- Dipl. Ing. ETH Silva Ruoss, Guagliardi Ruoss, Zürich
- Prof. Thomas F. Rutherford, Centre for Energy Policy and Economics (CEPE), ETH Zürich
- Markus Schaefer, MSc, Hosoya Schaefer Architects, Zürich
- Prof. Roland W. Scholz, Institute for Environmental Decisions (IED), ETH Zürich

Zu diesem Thema

Kontakt

Prof. Gerhard Schmitt
Professur für Informationsarchitektur
Wolfgang Pauli Strasse 27, HIT
ETH Zürich Science City
CH-8093 Zürich
Tel.: +41 44 633 7843
E-Mail: gerhard.schmitt@sl.ethz.ch
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